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Ein Modell für morgen – BASF baut nachhaltiges „Haus der Zukunft“

Neben Komfort und Kosteneffizienz ist Nachhaltigkeit ein wesentlicher Aspekt, wenn es darum geht, zukunftsfähige Häuser zu bauen. Wie das funktionieren kann und dass neue Hochleistungsmaterialien hier einen wichtigen Beitrag leisten können, zeigt BASF mit einem Modellhaus, das gemeinsam mit chinesischen Partnern entwickelt und nun auf der Chinaplas in Guangzhou präsentiert wurde.

Der UN Weltklimarat hat in seinem jüngsten Bericht erneut darauf hingewiesen, wie dringlich eine Begrenzung der Erderwärmung ist. Nicht nur die Zivilgesellschaft, auch immer mehr Unternehmen haben das Thema auf der Agenda und verankern Nachhaltigkeit fest in ihren Projekten und Strategien. Der Fokus rückt dabei verstärkt auf die Nachhaltigkeit infrastruktureller Planungen und Konzepte sowie deren spätere Instandhaltung.

Die Idealvorstellung wäre eine Welt voller „grüner“ Gebäude mit modernster Passivhaustechnologie und einer Infrastruktur, die alle heutigen Bedürfnisse erfüllt, ohne dabei diejenigen zukünftiger Generationen außer Acht zu lassen. Um diesem Bild vor allem im asiatischen Raum ein Stück näher zu kommen und nachhaltige Architektur zu fördern, kooperiert BASF mit dem renommierten Bauunternehmen Shanghai Landleaf Architecture Technology (Landleaf) und der Passive House Alliance China (PHAChina). 

Ein gemeinsam entwickeltes Modellhaus stellt modernste Hochleistungsbaustoffe in den Mittelpunkt. Unter ihnen SLENTEX® einen ultraschlanken Dämmstoff, der gegenüber herkömmlichen Materialien eine deutlich höhere Dämmleistung erreicht. Die üblicherweise aus Metall gefertigten Badarmaturen wurden durch solche aus dem Kunststoff Ultramid® PA ersetzt – dies ermöglicht dank effizienter Formverfahren spürbare Kosteneinsparungen. Mit Elastopir® ist eine weitere Hochleistungsdämmung im „Haus der Zukunft“ vertreten. Mit seinen besonderen Brandschutzeigenschaften entspricht das Material der Kundennachfrage nach feuerresistenten Dämmelementen. Anstelle herkömmlicher Bodenfliesen ist die Dusche mit einem Bodenbelag aus wasserdurchlässigem Elastopave® ausgestattet. Das Material kommt auch im Außenbereich zum Einsatz – üblicherweise auf Fuß- und Fahrradwegen, wo es zum Beispiel in Hangzhou als stabile, wasser- und luftdurchlässige Deckschicht überzeugt.

 

Das „Haus der Zukunft“ ist ein erster Blick in eine Zukunft, die nachhaltiges Wohnen und besten Komfort in Einklang bringt. Indem wir fortschrittliche Gebäudeanwendungen mit vernetzten Haushaltsgeräten kombinieren, können wir ein bequemes Wohlfühlzuhause schaffen, das zugleich zum Schutz natürlicher Ressourcen beiträgt. Eben nachhaltig clever.

Wenn wir berücksichtigen, dass der Raum in asiatischen Städten oft begrenzt und Bauland damit teuer ist, sind auch extra-schlanke Materialien gefragt, die dank ihres geringen Auftrags helfen können, die zur Verfügung stehende Fläche zu maximieren.

Xiao Yue Ping

Um mehr über die Kooperation in China zu erfahren, hat sich CORPUS mit Xiao Yue Ping, Vizepräsident von Landleafs „Research Academy of Sustainable Architecture“, zum Gespräch getroffen.

CORPUS: Können Sie uns ein wenig über die Verbindung zwischen BASF, Landleaf und Landsea erzählen?

Xiao Yue Ping: BASF, Landleaf und Landsea – ein weiterer Teil der Landleaf Gruppe – sind bereits seit 2002 enge Geschäftspartner. Unsere Kooperation bringt die Expertise beider Seiten zusammen. Landleafs fortschrittliche Gebäudeanwendungen und Technologien treffen auf die innovativen Baumaterialien von BASF. 2017 haben wir ein gemeinsames Projekt in der Provinz Wuhan umgesetzt – im Rahmen der Initiative „Green Bud Action“ haben wir den dortigen Shuguang Kindergarten mit verbesserter Gebäudetechnik ausgestattet, um eine „smogfreie“ Umgebung für die Kinder zu schaffen.

CORPUS: Worauf achten Bauherren und Architekten in China vornehmlich, wenn sie sich für Baumaterialien entscheiden?

Xiao Yue Ping: Es gibt eine steigende Nachfrage nach feuerresistenten Dämmmaterialien besonders für Hochhäuser, dieser Aspekt ist neben der Wärmeleitfähigkeit zweifellos wichtig. Planer in China suchen nach erstklassigen Dämmstoffen, die nicht nur mit niedriger Wärmeleitfähigkeit überzeugen, sondern die ebenso ein gutes Feuchtigkeitsmanagement leisten – und dabei natürlich möglichst leicht sind. Wenn wir berücksichtigen, dass der Raum in asiatischen Städten oft begrenzt und Bauland damit teuer ist, sind auch extra-schlanke Materialien gefragt, die dank ihres geringen Auftrags helfen können, die zur Verfügung stehende Fläche zu maximieren.

CORPUS: Wie fördern Sie nachhaltige Architektur und nachhaltigen Bau in China?

Xiao Yue Ping: BASF und Landleaf haben sich kürzlich für die Leuchtturm-Initiative „Building of the Future“ zusammengeschlossen. Auf der Chinaplas in Guangzhou haben wir gemeinsam ein Modellhaus präsentiert, das auf energieeffiziente und nachhaltige Materialien setzt. Beide Unternehmen sind außerdem bereits seit Gründung 2015 aktive Mitglieder der Passive House Alliance China. Hier arbeiten wir eng mit anderen Branchenexperten zusammen, um Gebäude zu fördern, die weniger Energie für Heizung und Klimatisierung benötigen. Zudem haben wir Hochleistungsdämmstoffe und Abdichtungssysteme im Blick.

CORPUS: Vielen Dank für das spannende Gespräch.

(Von links nach rechts: Larsen Kolberg, Head of Business Management Construction Industry, Performance Materials Asia Pacific; Xiaoxu Li, General Secretary of China Passive House Alliance;Xiao Yue Ping, Vice President of RASA (Research Academy of Sustainable Architecture), Landleaf; Eric Li, Manager, Industry Team Construction Greater China, BASF

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