Kunststoffe & Gummi
Gemischte Kunststoffabfälle chemisch verwerten
Eine der am weitesten entwickelten chemischen Recyclingtechnologien ist die Pyrolyse – ein thermischer Zersetzungsprozess, der unter Ausschluss von Sauerstoff stattfindet. Sie ermöglicht die Verarbeitung gemischter und verunreinigter Kunststoffabfälle. Dabei entstehen sekundäre Rohstoffe wie Pyrolyseöl, die als Ausgangsstoffe in der chemischen Industrie eingesetzt werden können.
Im Rahmen des BASF‑Projekts ChemCycling® verarbeiten Technologiepartner gemischte Kunststoffabfälle oder Altreifen zu einem Sekundärrohstoff, wobei sogenanntes Pyrolyseöl das Hauptprodukt ist. Dieses wird ganz am Anfang der Wertschöpfungskette in das Produktionssystem von BASF eingespeist und zur Herstellung neuer Kunststoffe genutzt. Verunreinigungen im Einsatzmaterial werden durch thermische Zersetzung, chemische Umwandlung und anschließende Aufbereitung entfernt. Die recycelten Rohstoffe werden über einen Massenbilanzansatz den in BASFs integriertem Verbundsystem hergestellten Produkten zugeordnet.
Wann ist Pyrolyse die richtige Lösung?

Pyrolyse ist besonders geeignet für gemischte, stark verunreinigte oder mechanisch nicht recycelbare Kunststoffabfälle.
Je stabiler die Verfügbarkeit der erforderlichen Abfallströme, desto effizienter lässt sich der Prozess in industrielle Wertschöpfungsketten integrieren.
Beitrag zur Kreislaufwirtschaft
Pyrolyse erschließt Wert aus gemischten Kunststoffabfällen und Altreifen, indem sie diese in sekundäre Rohstoffe umwandelt. Sie verarbeitet auch verunreinigte Kunststoffe, die für das mechanische Recycling nicht geeignet sind, und führt sie über den Massenbilanzansatz wieder in chemische Wertschöpfungsketten zurück.
Als komplementäre Recyclingtechnologie trägt die Pyrolyse dazu bei, Kunststoffabfälle von der Verbrennung und Deponierung abzulenken und ihren Wert im Kreislauf zu erhalten.
So setzt BASF dies im Rahmen von ChemCycling® in die Praxis um:

ChemCycling®: Mit chemischem Recycling zu einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe
Mit ChemCycling® zeigt BASF, wie gemischte und stark verunreinigte Kunststoffabfälle, die bislang meist verbrannt wurden, eine neue Wertschöpfung erfahren können. Gemeinsam mit Technologiepartnern werden solche Abfälle mittels Pyrolyse in einen Sekundärrohstoff, das sogenannte Pyrolyseöl, umgewandelt. Dieses wird am Anfang der Wertschöpfungskette in das BASF‑Verbundsystem eingespeist und zur Herstellung neuer Kunststoffe genutzt. So erhalten selbst schwer recycelbare Kunststoffe eine zweite Chance – bei gleichbleibender Qualität und Leistung der Produkte.